Waldvegetationszonen

Die Einteilung von Landschaften in sogenannte Höhenstufen ist ein bewährtes Konzept in der Forstwirtschaft. Dabei geht man davon aus, dass mit zunehmender Seehöhe bestimmte klimatische Bedingungen – wie Temperatur, Niederschlag und Vegetationsdauer – systematisch abnehmen oder sich verändern.

Kilian et al. (1994) haben für Österreich ein solches Stufensystem entwickelt, das natürliche Räume anhand ihres typischen Klimas und ihrer Vegetation gliedert. So unterscheidet man beispielsweise zwischen collinen Lagen (Hügelland), montanen Lagen (Bergwaldstufe) und subalpinen oder alpinen Bereichen. Jede dieser Stufen ist mit charakteristischen Waldtypen und Baumarten verbunden.

Dieses System ermöglicht es, Waldstandorte grob nach ihrer Höhenlage und dem damit verbundenen Klima zu klassifizieren. Es bildet die Grundlage für viele waldökologische Planungen – und diente auch im Projekt zur dynamischen Waldtypisierung als Ausgangspunkt für die Entwicklung moderner, modellgestützter Klimazonen.